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Meine, Deine ... unsere Welt
Das neue Jahr
Ich will nicht viel … ich will nur alles!
Die Neugierde auf das neue Jahr schlägt mit voller Wucht zu, der Tatendrang wird manisch, der Hunger ist noch ungestillt.
Nichts ist, wie es anfangs scheint. Nicht alle zu erfüllenden Wünsche wären auch gut für mich, doch erst einmal ist nichts unmöglich. Mein Vorsatz: das Unmögliche möglich machen.
Begeisterung ist ein unsteter Begleiter, einer, der schnell ermüdet und einen im ungünstigsten Moment im Stich lässt. Doch es gilt die Flamme so lang wie möglich am Brennen zu halten. Schon ein Glimmen irgendwo in der Asche ist ein bedeutungsvoller Hoffnungsschimmer, mehr als ein letzter Strohhalm oder Rettungsanker.
Doch die Ernüchterung wird kommen. Wie jedes Jahr. Früher oder später. Die Wucht der Ereignisse wird mich umgehauen und der Tatendrang ermüdet haben. Das Jahr 2010 liegt an dessen Ende wie eine zu üppige Mahlzeit schwer im Magen.
Ein neues Jahr, ein Neubeginn, kann auch Loslassen von alten Gewohnheiten bedeuten. Ebenfalls eine Art von gutem Vorsatz. Und diesen Vorsatz werde ich umzusetzen versuchen - so gut ich kann, so lang ich kann. So sehne ich mich nach einem erfreulich leichten Ende des noch so jungen Jahres.
CeHa
Jan 10
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Klassentreffen
Ach du Schreck … da ist sie nun also: meine erste Einladung zu einem Klassentreffen!
Wie viele Jahre mussten ins Land gehen … wie alt bin ich geworden … wie die Zeit vergeht.
In sechs Wochen ist es also so weit. Bilder aus den alten Zeiten sollen wir mitbringen. Beim Stöbern in alten Fotoalben – jaja, liebe junge Generation, das waren seinerzeit unsere Speichermedien – lächeln sie mich wieder an … die Gesichter früherer Freunde, langjähriger Freunde, vergessener Freunde.
Was ist wohl aus Ihnen geworden … das Internet gibt erste Hinweise. Ein Künstler, einer mit einem international angemeldeten Patent, ein ambitionierter Lokalpolitiker … kann ich da mithalten? Will ich das überhaupt? Ich manage erfolgreich ein kleines Familienunternehmen (Zitat aus einer bekannten Werbung). Im Austausch mit Kolleginnen ergab sich da so manch diplomatisch kunstvolle Patentlösung. Mit den selbstverständlich besten Kindern der Welt, den kuschligsten Katzen und dem klügsten Hund werde ich genug zu berichten haben und locker alle in den Schatten stellen. Mit diesem Trost verschiebe ich die innere Diskussion bis auf weiteres und widme mich sogleich – ganz Frau – der wichtigsten Frage: wie viel kann ich in 6 Wochen abnehmen UND … WAS SOLL ICH ANZIEHEN?!?
CeHa
Dez 09
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Fenster
Zu einem Fenster kann man hinaus sehen und hinein sehen. Es gewährt einem Ein- und Ausblicke in das, was direkt auf der anderen Seite der Scheibe ist. Mal ist es der Raum einer Wohnung, der Blick auf´s Nachbarhaus, die Auslage eines Schaufensters oder der Blick in die weite Ferne.
Eine Art Fenster ist aber auch der Monitor am Computer oder auch der Fernseher. Leicht verliert man in der Welt der Medien den Überblick. Wird es doch immer voller im Internet und enger zwischen den Programmplätzen der TV-Sender.
In dieser dunklen Jahreszeit erleichtern Lampen und zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung den verstohlenen Blick in die am Weg gelegenen Fenster. Jahresrückblicke auf allen Kanälen führen einem noch einmal die Geschehnisse des Jahres vor Augen. Die Geschäfte locken mit weihnachtlich dekorierten Schaufenstern. Im Internet holt man sich die weite Welt auf den eigenen Monitor.
Reflektionen lassen uns hier und da kurz inne halten auf unserer Hast durch die glitzernde Scheibenwelt. Für einen Moment sehen wir verzerrt und schemenhaft unser Spiegelbild, einen Teil von uns selbst. Zu kurz für Erkenntnisse, doch deutlich genug um im Spiegelkabinett aller Fenster nicht verloren zu gehen.
CeHa
Dez 09
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Kein Gold aus Schlümpfen
Mein Hund ist ein Schlumpf. Also eigentlich ist er eine wilde Terrier Mischung, aber hält sich für einen Schlumpf. Typische Selbstüberschätzung eines Terriers? Auch ohne blaue Haut und weiße Mütze vertritt er diese Meinung nachdrücklich. Er tobt und springt durch die Wohnung, immer laut bellend: „Ich bin ein Schlumpf!“
Man sollte erwähnen, dass man schon vom Wahnsinn gepackt werden kann, wenn zuhause zwei Teenager und sechs Haustiere rumtollen. So ergab sich eines Tages eine an und für sich unerklärliche Fähigkeit meinerseits – ich verlieh dem Hund meine Stimme. So konnte ich den Kindern und allen Besuchern des Haushaltes immer wieder i. V. mitteilen: „Ich bin ein Schlumpf! Eigentlich ein Wauzi, aber vieeeel lieber bin ich ein Schlumpf!“
Da jagt der schwarze Kater den schlumpfigen Hund treppauf treppab und mein Sohn noch hinter den beiden her und schon wird der Bub zu Gargamel, dem bösen Zauberer. Das Katerchen ist im Spiel der gefräßige Asrael, der Schlumpffänger Gargamels und nichts mehr scheint so wie es mal war.
„Kein Gold aus Schlümpfen!“ bellt der Hund. „Ich krieg Dich!“ miaut der Kater. „Hab ich euch!“ gröhlt der Sohn … und so verfalle ich dem Wahnsinn.
Wahn, Wahn, überall Wahn!
CeHa
Dez 09
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